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Die 7 besten Sehenswürdigkeiten in Luxemburg

  • 12. März
  • 7 Min. Lesezeit

Luxemburg mag klein sein, doch das Großherzogtum bietet eine beeindruckende Vielfalt an Ausflugszielen. Besonders Luxemburg-Stadt begeistert mit historischen Highlights, während auch in anderen Landesteilen einige echte Geheimtipps warten. Ob malerische Altstadtgassen, mächtige Burgen oder idyllische Natur – diese sieben Sehenswürdigkeiten zeigen das Beste, was Luxemburg für einen Kurzurlaub oder Tagestrip bereithält. Viel Spaß beim Entdecken und Inspirieren lassen!


Alle genannten Sehenswürdigkeiten und viele weitere spannende Orte findest du auch auf unserer interaktiven Luxemburg-Karte!


1. Bock-Kasematten und Chemin de la Corniche

Abendlicher Ausblick auf die Altstadt von Luxemburg mit den Bock-Kasematten, historischen Gebäuden und dem Chemin de la Corniche entlang der Felskante.

Die Bock-Kasematten sind ein unterirdisches Labyrinth aus Felsgängen – einst Teil der mächtigen Festungsanlage der Stadt. Im 17. Jahrhundert in den Bockfelsen geschlagen, erstreckten sich die Tunnel ursprünglich über noch viel mehr Kilometer; heute sind rund 17 km dieser Gänge erhalten und für Besucher zugänglich. Durch in den Fels gehauene „Fenster“ fällt Licht in die Gänge und bietet zugleich spektakuläre Ausblicke auf die Stadt. Über der Erde schlendern Sie auf dem Chemin de la Corniche, der oft als „schönster Balkon Europas“ bezeichnet wird. Dieser Panoramaweg verläuft entlang der alten Stadtmauer und eröffnet einen tollen Blick auf das Alzette-Tal und den darunterliegenden Stadtteil Grund – ein perfekter Ort für Fotos oder einen gemütlichen Spaziergang.


  • Eintritt: Rund 10 € (Erwachsene), 5 € (Kinder); Tickets vor Ort oder beim Tourismusbüro. Die Besichtigung erfolgt auf eigene Faust, Beschilderungen führen durch die Tunnel.

  • Beste Zeit: Von Frühjahr bis Herbst ist es am angenehmsten – im Winter kann es feuchtkühl sein. Tipp: Besuchen Sie möglichst früh am Tag, um den großen Besucherandrang zu vermeiden, und tragen Sie festes Schuhwerk (die Treppen sind teils steil).

  • Tipp vor Ort: Verpassen Sie nicht die Aussichtsplattformen entlang der Corniche. Hier thronen Sie hoch über der Stadt und können dennoch tief hinab in die historischen Gassen blicken. Abends sind die Festungsmauern stimmungsvoll beleuchtet.


2. Altstadt und Viertel Grund (Luxemburg-Stadt)

Historische Altstadt von Luxemburg-Stadt mit hellen Häuserfassaden, Straßencafé und Menschen auf einem belebten Platz bei Tageslicht.

Die Luxemburger Altstadt zählt dank ihrer romantischen Gassen und gut erhaltenen Bauten zum UNESCO-Weltkulturerbe. Beim Bummel durch die verwinkelten Straßen und über lebhafte Plätze wie den Place d’Armes fühlt man sich stellenweise ins Mittelalter zurückversetzt. Zwischen eleganten Palais, alten Stadttoren und gemütlichen Cafés entdeckt man immer wieder neue Details der über tausendjährigen Stadtgeschichte. Unterhalb der Oberstadt liegt das malerische Grund-Viertel im Alzette-Tal – eine Oase der Ruhe mit bunten Häuserfassaden am Flussufer. Ein Spaziergang entlang der Alzette oder durch die Gassen des Grund vermittelt authentisches Flair, denn hier verlaufen sich weit weniger Touristen als oben in der City. Seit 1994 gehört auch dieses charmante Unterstadt-Viertel zum UNESCO-Weltkulturerbe.


  • Besonderheiten: In der Altstadt befinden sich bedeutende Bauwerke wie der großherzogliche Palast und die Kathedrale. Der Stadtteil Grund besticht durch sein pittoreskes Ambiente mit Fachwerkhäusern, alten Brücken und der Abtei Neimënster.

  • Beste Zeit: Ganzjährig schön. Im Sommer laden Straßencafés und kleine Märkte zum Verweilen ein, und abends schafft die Beleuchtung eine romantische Stimmung. Im Dezember verbreiten Weihnachtsmärkte und Dekorationen festliches Flair.

  • Tipp vor Ort: Nutzen Sie den Panorama-Aufzug Pfaffenthal oder den öffentlichen Aufzug vom Plateau St-Esprit, um bequem vom Oberstadt-Plateau hinunter ins Tal zu gelangen – der Ausblick unterwegs ist spektakulär. Unten angekommen, lohnt eine Pause in einem der urigen Bistros am Fluss, wo Sie die mittelalterliche Atmosphäre auf sich wirken lassen können.


3. Großherzoglicher Palast (Luxemburg-Stadt)

Repräsentatives Treppenhaus mit rotem Teppich, verzierten Geländern und aufwendig dekorierten Wänden im Großherzoglichen Palast in Luxemburg-Stadt.

Mitten in der Altstadt steht der prächtige Palais Grand-Ducal, die offizielle Stadtresidenz der großherzoglichen Familie Luxemburgs. Das elegante Gebäude aus dem 16. Jahrhundert (später erweitert im 18. und 19. Jh.) diente früher als Rathaus, bevor es ab 1890 zum Palast wurde. Bewaffnete Gardisten in traditioneller Uniform patrouillieren vor dem Eingang – ein beliebtes Fotomotiv und ein Zeichen dafür, dass der Palast auch heute noch für Empfänge und staatliche Anlässe genutzt wird. Im Sommer öffnet sich der Palast jedoch für Besucher: In den Monaten Juli und August können Sie im Rahmen einer 75-minütigen Führung einen Blick in die glanzvollen Innenräume werfen und u.a. den Thronsaal und den Speisesaal bewundern. Da diese Touren sehr beliebt sind, ist eine rechtzeitige Reservierung unbedingt empfehlenswert.


  • Eintritt: Palastführungen werden nur im Sommer angeboten (meist Mitte Juli bis Anfang September). Preis ca. 18 € für Erwachsene, 9 € für Kinder von 4–12 Jahren, unter 4 Jahren frei. Tickets gibt es beim Luxembourg City Tourist Office oder online; eine frühzeitige Buchung ist ratsam.

  • Beste Zeit: Natürlich während der Sommerführungen – dann erhalten Sie exklusive Einblicke. Ansonsten lohnt sich ein Besuch zur Weihnachtszeit, wenn der Palast festlich angestrahlt wird, oder im Juli zur Zeit der Nationalfeiertags-Feierlichkeiten (23. Juni), wenn die Stadt besonders belebt ist.

  • Tipp vor Ort: Schauen Sie zur vollen Stunde vor dem Palast vorbei – mit etwas Glück können Sie die Wachablösung der Gardisten beobachten. In unmittelbarer Nähe liegt außerdem das Café beim Palais, wo man mit Blick auf den Palast eine Kaffeepause einlegen kann.


4. Kathedrale Notre-Dame (Luxemburg-Stadt)

Kathedrale Notre-Dame in Luxemburg-Stadt mit drei markanten Türmen, aufgenommen bei Sonnenuntergang in winterlicher Stimmung.

Die Kathedrale unserer lieben Frau – besser bekannt als Notre-Dame – ist das bedeutendste sakrale Bauwerk des Landes. Erbaut zwischen 1613 und 1621 von Jesuiten, vereint sie spätgotische Architektur mit Renaissance-Elementen. Schon von außen beeindrucken die filigranen Kirchtürme und Strebebögen; im Inneren erwarten Besucher prachtvolle Buntglasfenster und die ruhige Atmosphäre einer gotischen Hallenkirche. In der Krypta ruhen Mitglieder der großherzoglichen Familie sowie Johann der Blinde, ein Nationalheld Luxemburgs. Ein besonderes Kleinod ist die byzantinisch anmutende Marienstatue (Maria Consolatrix Afflictorum), Schutzpatronin Luxemburgs – alljährlich pilgern Gläubige während der „Oktave“ im Frühjahr zur Kathedrale, um diese Statue zu verehren. Direkt neben der Kirche öffnet sich der Place de la Constitution mit dem golden glänzenden Gëlle Fra-Denkmal, das an die Opfer beider Weltkriege erinnert. Von hier genießt man zudem einen fantastischen Ausblick auf das Petrusstal und die Adolphe-Brücke.


  • Eintritt: Frei (Spenden sind möglich). Die Kathedrale ist meist täglich geöffnet; achten Sie jedoch darauf, während Messen auf Besichtigungen zu verzichten.

  • Beste Zeit: Jederzeit einen Besuch wert. Bei sommerlicher Hitze ist das Kirchenschiff angenehm kühl, und an Regentagen bietet sich die Kathedrale als kultureller Zufluchtsort an. Tipp: Im Advent finden stimmungsvolle Konzerte und Gottesdienste statt, die einen Besuch lohnenswert machen.

  • Tipp vor Ort: Kombinieren Sie den Besuch mit einem Abstecher auf den Place de la Constitution nebenan. Von dort haben Sie Panoramablicke auf die Stadt und gelangen über ein paar Stufen hinunter in den Park der Petruss-Kasematten. Auch das Gëlle Fra-Monument direkt am Platz sollten Sie aus der Nähe betrachten – ein wichtiges Symbol der luxemburgischen Geschichte.


5. Burg Vianden (Kanton Vianden)

Mittelalterliche Burg Vianden in Luxemburg, umgeben von herbstlich gefärbten Wäldern, mit Blick auf die massiven Steinmauern und Türme.

Etwa 50 km nördlich der Hauptstadt erwartet Sie die märchenhafte Burg Vianden, eine der größten erhaltenen mittelalterlichen Burgen in Europa. Hoch oben auf einem Felsen gelegen, bietet sie schon von weitem einen imposanten Anblick. Laut CNN zählt Schloss Vianden sogar zu den 21 schönsten Schlössern weltweit. Ein Rundgang durch die restaurierten Gemäuer gleicht einer Zeitreise: Sie wandern durch Rittersäle, Kapellen und Gemächer, die mit viel Liebe zum Detail eingerichtet sind. Informationstafeln und ein Audioguide (2 € extra) vermitteln die wechselvolle Geschichte der Burg, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Nach Zeiten des Verfalls – im 19. Jh. wurde sie zeitweise fast zur Ruine – erstrahlt Vianden heute wieder in altem Glanz, seit sie 1977 in Staatsbesitz überging und umfassend renoviert wurde. Vom Burgfried aus genießen Sie einen herrlichen Blick auf die Wälder und das liebliche Ourtal zu Ihren Füßen.


  • Eintritt: 13 € (Erwachsene), 4 € (Kinder 6–12 J.). Geöffnet ganzjährig, täglich ab 10 Uhr (Schließzeiten je nach Saison zwischen 16 und 18 Uhr). Lediglich am 1.1., 25.12. und einigen Feiertagen bleibt das Schloss geschlossen.

  • Beste Zeit: Sommer für volle Programmpunkte – Anfang August findet z.B. ein mittelalterliches Burgenfest mit Ritterspielen statt. Im Herbst taucht das bunte Laub der umliegenden Wälder die Burg in eine malerische Kulisse. Im Winter ist es ruhiger; dann lohnt der Besuch vormittags, bevor es früh dunkel wird.

  • Tipp vor Ort: Nutzen Sie den Sessellift Vianden, um zur Burg hinaufzuschweben! Dieser einzige Sessellift Luxemburgs bringt Sie in wenigen Minuten auf ~440 m Höhe über dem Tal. Oben erwartet eine Panorama-Terrasse mit Café, von der aus Sie einen großartigen Ausblick auf Schloss, Ort und Flusstal haben. Der Rückweg zu Fuß führt dann bergab direkt durch die Burg und die verwinkelten Gassen der mittelalterlichen Altstadt von Vianden – ein echter Erlebnisrundweg.


6. Müllerthal und Schiessentümpel (Region Müllerthal)

 Wasserfall Schiessentümpel im Müllerthal, Luxemburg, mit moosbewachsenen Felsen und einer malerischen Steinbrücke im Hintergrund, umgeben von dichtem Wald.

Einen ganz anderen Eindruck von Luxemburg gewinnen Sie in der Region Müllerthal, östlich der Hauptstadt. Dicht bewaldete Schluchten, bizarre Sandsteinfelsen und plätschernde Bäche haben diesem Landstrich den Beinamen „Kleine Luxemburger Schweiz“ eingebracht. Ein Highlight ist der Schiessentümpel-Wasserfall: Hier stürzt die Schwarze Ernz in drei Kaskaden über moosige Felsen, überspannt von einer malerischen alten Steinbrücke. Dieses idyllische Motiv ist längst zum Symbol der Müllerthal-Region geworden – kein Wunder, fühlt man sich hier doch wie in einem Grimm-Märchen. Wanderfreunde kommen voll auf ihre Kosten: Der berühmte Müllerthal Trail führt auf ~112 km durch die gesamte Region und verbindet Felsformationen, Aussichtspunkte und charmante Dörfer. Aber auch für einen kurzen Ausflug lohnt sich das Müllerthal – viele spektakuläre Felsenschluchten und Höhlen sind schon nach wenigen Minuten Fußweg von den Parkplätzen aus erreichbar.


  • Eintritt: Frei zugänglich, da es sich um offene Natur handelt. Parkplätze an den wichtigsten Einstiegsstellen (z.B. Müllerthal, Berdorf) sind in der Regel kostenfrei oder kostengünstig.

  • Beste Zeit: Frühling und Herbst gelten als ideal – dann führen die Bäche wie der Schiessentümpel viel Wasser und die Natur zeigt sich besonders reizvoll (Blütenmeer im Frühjahr, bunte Blätter im Herbst). Im Sommer sind die Wanderwege ebenfalls schön, jedoch mitunter gut besucht; starten Sie früh, um den Massen zu entgehen. Nach starken Regenfällen können manche Pfade rutschig sein – festes Schuhwerk ist ein Muss.

  • Tipp vor Ort: Planen Sie eine Wanderung zum Schiessentümpel ein (ein kurzer Rundweg ab Müllerthal, ca. 1–1,5 Stunden). An der Steinbrücke laden Bänke zu einem Picknick mit Wasserfallblick ein. Lohnend ist auch ein Besuch des Natur- & Geopark Mëllerdall (2016 eröffnet), wo Sie mehr über die einzigartige Geologie und Geschichte der Region erfahren können.


7. Echternach – mittelalterliche Abteistadt (Osten)

Historische Abtei von Echternach mit romanischem Portal bei Sonnenuntergang, mittelalterliche Stadtarchitektur im Osten Luxemburgs.

Die Abteistadt Echternach ist die älteste Stadt Luxemburgs (gegründet im Jahr 698) – und ein echtes Juwel an der deutsch-luxemburgischen Grenze. Hinter den noch erkennbaren alten Stadtmauern erwartet Sie ein malerisches Städtchen voller Geschichte: verwinkelte Gassen, eine Basilika und Abtei aus der Barockzeit, sowie ein Marktplatz umrahmt von historischen Bürger- und Adelshäusern. Hier kann man gemütlich flanieren und eindrucksvoll in vergangene Jahrhunderte eintauchen. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Benediktinerabtei Echternach mit der beeindruckenden Basilika St. Willibrord – dem Schutzheiligen der Stadt. Im dazugehörigen Abteimuseum sind Schätze aus der über tausendjährigen Klostergeschichte ausgestellt. Rund um Echternach laden die waldreichen Hügel und der nahe gelegene Echternacher See zu Spaziergängen ein. Letzterer ist ein Freizeitparadies, wo Sie Tretboote mieten oder einfach am Ufer die Seele baumeln lassen können.


  • Eintritt: Die Altstadt ist frei zugänglich. Für das Abteimuseum wird ein kleiner Eintritt erhoben (ca. 5 €), die Basilika kann kostenlos besichtigt werden.

  • Beste Zeit: Frühling und Herbst sind ideal, wenn Echternach etwas ruhiger ist und die Natur ringsum blüht bzw. in bunten Farben leuchtet. An Pfingstdienstag lockt die Stadt allerdings tausende Besucher zur berühmten Springprozession von Echternach, die seit 2010 als Immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt ist – ein einzigartiges Volksfest, bei dem die Teilnehmer in Reihen hüpfend durch die Straßen zur Ehre des hl. Willibrord ziehen.

  • Tipp vor Ort: Gönnen Sie sich eine Pause in einer der gemütlichen Brasserien am Marktplatz, um lokale Spezialitäten zu probieren (z.B. Quetschentaart, ein Pflaumenkuchen). Unternehmen Sie anschließend einen Abstecher zum Echternacher See, der nur wenige Kilometer außerhalb liegt – hier können Sie spazieren, Rad fahren oder sogar ein Boot ausleihen und den Tag in der Natur ausklingen lassen.


Fazit zu den besten Sehenswürdigkeiten in Luxemburg

Panoramablick auf Luxemburg-Stadt mit Altstadt, Bockfelsen und Fluss Alzette bei Tageslicht.

Luxemburg vereint auf kleinstem Raum faszinierende Kontraste. In Luxemburg-Stadt wandeln Sie zwischen Jahrhunderte alten Festungsmauern und moderner Urbanität, während nur eine kurze Fahrt entfernt stille Wälder, spektakuläre Felslandschaften und Märchenschlösser warten. Die vorgestellten sieben Highlights – von den klassischen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt bis zu den verborgenen Schätzen auf dem Land – zeigen, wie vielseitig Luxemburg als Reiseziel ist. Lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie bei Ihrem nächsten Kurztrip selbst, warum Luxemburg immer eine Reise wert ist!

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